Wenn das Telefon klingelt, während du arbeitest, ist das kein Service
Telefonische Erreichbarkeit während laufender Behandlungen wirkt nach Service, erzeugt in vielen Studios aber vor allem Unterbrechung, Stress und Unzufriedenheit auf mindestens einer Seite.
Es klingt erstmal nach gutem Service: ans Telefon gehen, erreichbar sein, schnell reagieren.
In der Realität vieler Studios sieht das anders aus.
Das Telefon klingelt nicht, wenn du gerade frei am Schreibtisch sitzt. Es klingelt, während du färbst. Während du massierst. Während du behandelst. Während gerade ein echter Mensch vor dir sitzt, der Aufmerksamkeit, Ruhe und gute Arbeit erwartet.
Und dann steckt in diesem Klingeln jedes Mal dieselbe Frage:
Unterbreche ich jetzt die aktuelle Arbeit – oder ignoriere ich die nächste mögliche Kundin?
Beides hat einen Preis.
Wenn du rangehst, leidet oft der Moment, in dem du gerade arbeitest. Die Kundin vor dir merkt, dass du rausgehst. Der Rhythmus bricht. Die Ruhe kippt. Die Behandlung ist plötzlich nicht mehr ganz bei ihr.
Wenn du nicht rangehst, bleibt auf der anderen Seite vielleicht nur: kein Rückruf, kein Termin, kein zweiter Versuch.
Einer von beiden wird oft genervt sein. Die Frage ist nur: wer diesmal.
Das Problem ist also nicht mangelnder Wille. Und auch nicht schlechter Service.
Das Problem ist, dass ein Telefonat mitten in der eigentlichen Arbeit kein Serviceprozess ist, sondern eine Unterbrechung mit Kollateralschaden.
Viele kleine Studios leben genau in diesem Dilemma: ständig erreichbar wirken sollen – und gleichzeitig konzentriert, ruhig und sauber arbeiten müssen.
Aber beides gleichzeitig geht eben nicht immer.
Wer arbeitet, kann nicht dauerhaft nebenbei Empfang sein. Und wer jede Unterbrechung hinnimmt, zahlt dafür oft mit Qualität, Ruhe und Präsenz.
Das ist kein individuelles Versagen. Das ist ein Systemproblem.
Ein Kanal, der nur funktioniert, wenn du deine eigentliche Arbeit dauernd unterbrichst, ist kein guter Kanal.
Das Wichtigste
- Das Telefon klingelt meist nicht im Leerlauf, sondern mitten in echter Arbeit.
- Wer rangeht, unterbricht die aktuelle Kundin. Wer nicht rangeht, riskiert die nächste.
- Dauernde Erreichbarkeit ist in behandlungsnahen Berufen oft kein Service, sondern ein Zielkonflikt.
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